Sehschule

Sehschule

 

 

In unserer Sehschule behandeln unsere beiden erfahrenen Orthoptistinnen Frau Renate Prudel und Frau Inge Stenger Sehschwächen (Amblyopie) und Schielstellungen der Augen. Außerdem führen sie Sehtrainings im Rahmen der Rehabilitation Sehbehinderter sowie nach Hirnschädigungen durch. Kinder, Jugendliche und Erwachsene kommen in unsere Sehschule. 

 

Was sind Orthoptistinnen?

Das Wort Orthoptist kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus: ortho(s) = gerade und opsis = Sehen. Das heißt, unsere Orthoptistin beschäftigt sich mit dem „Geradesehen“. Ihre Aufgabe besteht in der Verhütung, Erkennung und der Behandlung von Schielerkrankungen, Sehschwächen und des Augenzitterns.

Für die verschiedenen Formen der Schielerkrankungen stehen ihr unterschiedliche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Kinder, Jugendliche und Erwachsene kommen in unsere Sehschule. 

 

 

Amblyopie – Sehschwäche

Amblyopie ist der Oberbegriff für unterschiedliche Formen der Schwachsichtigkeit, die häufig, aber nicht immer, durch Schielen verursacht wird. Schwachsichtigkeit entsteht z. B. auch, wenn nur ein Auge fehlsichtig oder eines der beiden Augen deutlich fehlsichtiger als das andere ist. Wichtig ist es in jedem Fall, eine evtl. Amblyopie frühzeitig zu erkennen!

 

 

Worauf Sie bei Kleinkindern achten sollten:

Beobachten Sie bei Ihrem Kind nachfolgende Auffälligkeiten, sprechen Sie uns bitte sofort an:

  • Das Lid hängt über die Pupille
  • Trübung der Hornhaut
  • Weiße Pupille
  • Augenzittern
  • auffällig große Augen
  • zeitweises Schielen
  • Kopffehlhaltung einseitiges
  • Fixieren von Gegenständen 

 

Schielen ist nicht nur ein Schönheitsfehler!

In Deutschland schielen rund zwei Millionen Menschen. Sie leiden aber nicht nur unter der äußerlich sichtbaren Abweichung der Augen, noch belastender wirken die damit verbundenen Sehstörungen. Das muss aber nicht so sein! Schielende Babys und Kleinkinder bedürfen deshalb einer möglichst frühzeitigen  Behandlung. 

  

 

Was ist Schielen?

Damit wir den Raum um uns richtig wahrnehmen können, müssen unsere beiden Augen in dieselbe Richtung schauen. In jedem Auge entsteht ein Bild, das sich nur geringfügig von dem anderen unterscheidet. Im Gehirn werden diese Bilder zu einem einzigen dreidimensionalen Seheindruck verschmolzen. Durch die Fehlstellung der Augen können die Bilder im Gehirn nicht mehr zur Deckung kommen und es entstehen störende Doppelbilder. Das Gehirn kann sich gegen diese wehren, indem es das vom schielenden Auge übermittelte Bild einfach unterdrückt. Er hat jedoch verhängnisvolle Folgen: Das Kind kann nicht mehr lernen, richtig beidäugig oder gar dreidimensional zu sehen. Das schielende Auge ist nicht mehr aktiv und wird nach einiger Zeit sehschwach.

 


Was können Sie tun?

Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt können meistens keinen Aufschluss geben, da hier entsprechende technische Untersuchungsmöglichkeiten für die Augen fehlen. Die Vorsorgeuntersuchungen U7 bzw. U8 sind um den dritten bzw. vierten Geburtstag vorgesehen. Wenn dann eine Sehschwäche vorliegt, ist das reichlich spät, wertvolle Zeit ist verstrichen.
Die Sehschwäche kann nur vor der Einschulung behoben werden. Im Erwachsenenalter bestehen keine Aussichten, das schwache Auge auf eine brauchbare Sehschärfe zu trainieren.

 

Unsere Empfehlung: Lassen Sie Ihr Kind unbedingt im zweiten Lebensjahr augenärztlich untersuchen!